Na, was gackert denn da...
Während die einen Bewohner schon lange auf uns Wiederholungstäter „plangten“, erwarteten andere mit Neugier das angekündigte Räbbärg-Chörli aus Kaltbach im Seeblick Haus für Pflege und Betreuung Sursee. Am 29. März war es so weit. Wer auf traditionellen Jodelgesang hoffte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Denn wie die Geschäftsleiterin Elke Hönekopp bei der Begrüssung schon verspricht, ist das Räbbärg-Chörli eben „überraschend anders“.

Hatten wir nun „das Härzchlopfe nur wäg dir…“ oder einfach so chli „Freud am Läbe“. Die Jodlerinnen und Jodler sangen sich vom Fleck weg in die Herzen der Zuhörer. Natürlich durfte auch der „Räbbärg-Jutz“ nicht fehlen, welcher von Dirigent Hans Schöpfer eigens für das Chörli komponiert wurde.
Traditionell werden in Jodelliedern die Bergewelt und Gottes Schöpfung besungen, was besonders im „Mys Älpli“ für Gänsehautmomente sorgte.
Aber was ist nun so überraschend anders? Genau… : Wenn nämlich „Das Dorforiginal“ mitten im Lied einen Witz erzählt. Oder wenn auf einer Schubkarre ein Betrunkener hereingeführt wird, welcher „Am Morge am zwöi“ doch eigentlich nach Hause wollte, aber mit schiefen Tönen und seiner Karrette fast schon akrobatischen Einlagen vorführt. Oder aber wenn es sich um die Frage dreht: „Warum tuet mer de Kopf so weh“, nachdem ein paar Kafi Schnaps, das gute Glas Wein, ein kaltes Bierli oder der Appenzeller doch sicher nicht schuld an diesem Malheur sein können…



Der Güggel forderte die Lachmuskeln der Zuhörer nochmal so richtig heraus. Die synchron singenden Hühner mussten recht bemüht sein, nicht aus dem Takt zu gackern. Was für ein Gaudi…
Schön wars, lustig wars, gemütlich wars! So durfte das Räbbärg-Chörli bei einem spendierten Glas Wein noch zusammensitzen und gab auch da nochmal einige Lieder zum Mitsingen und Mitschaukeln zum Besten.