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Das Räbbärg-Chörli reist, feiert und jodelt…

Zum 10-jährigen Jubiläum gönnte sich das Räbbärg-Chörli Kaltbach eine 2-tägige Überraschungs-Reise. Am 31.8./1.9.2024 war es dann endlich soweit. Das Eventteam begrüsste uns um 08.15 Uhr im Falläsch, wo auch das Carunternehmen „Bieri vom Rain“ bereits parat stand.

Nachdem jeder seinen Platz eingenommen und selbstverständlich jeder seine Sitzgurten angeschnallt hatte, führte uns der Weg in Richtung Nordosten. Sogleich fing das Rätselraten an. Beim Grenzübergang Waldshut fiel dann doch bei den meisten der Groschen. Die Reise führte uns also in den Schwarzwald.

"unser Chaffeur"

Man könnte meinen, dass in St. Blasien eigens für das Chörli ein Fest auf die Beine gestellt wird, denn wo Kaffeehalt und Dombesuch angekündigt war, war doch prompt ein Festaufbau im Gange - was natürlich tatkräftig mit Jodel-Gesang unterstützt wurde. Als Dank wurden bereits die ersten Getränkerunden gespendet. Am Holz-Skulpturen-Festival staunte so mancher über die Motive und Formen. Dies musste von einigen sogleich etwas näher unter die Lupe oder in die Finger genommen werden.
Der Dom in St. Blasien vermochte zu beeindrucken. An unscheinbarer Lage in einem Tal (und nicht wie gewohnt pompös thronend auf einem Hügel), von aussen wenig imposant, überzeugt er im Innern mit seiner schlichten Eleganz und doch etwas Glamourösität. Unter der grossen Kuppel, eine der grössten nördlich der Alpen, liessen wir es uns nicht nehmen, den Glocken-Jodel anzustimmen. Gänsehaut pur!

Von Umfahrungen, Sackgassen und Staus liessen wir uns nicht betrüben. Die Reise ging also auf Umwegen nun weiter zum Mittagshalt im Tiergehege Waldshut. Unter schattenspendenden Bäumen, zwischen Hirsch und Uhu gab es für die Besucher und die tierischen Parkbewohner ein paar schöne Lieder und für die Reisegruppe ein feines Picknick.
Ganz neue Erkenntnisse in der Tierwelt bekamen wir beim Uhu-Gehege. Der Uhu macht uuuhuuu… das zumindest hat die Schreibende ganze 49 Jahre geglaubt. Dass in Deutschland der Uhu „määh“ macht, bringt Yvonne’s nun die bisher intakte Weltanschauung etwas aus den Fugen.

Danach gings in die westliche Bodenseeregion zum Erlebnisbauernhof Lochmühle in Eigeltingen. Die landwirtschaftlich geprägten Chörli-Kollegen bestaunten die alten Maschinen, andere jagten den Hühnern nach bevor es dann zur ordentlich geregelten Zimmerverteilung kam. Schon bald wartete das köstliche Nachtessen. Es gab zur Vorspeise einen gemischten Salat. Als Hauptgang wurde ein perfektes „Trois Filet“ serviert. Feine Saucen, Krokettli und Spätzle rundeten das Menü ab. Da unser Kellner offenbar noch ein Date hatte, zögerten wir ihm zuliebe das Dessert nicht weiter hinaus, obschon die meisten die Bäuche wohl schon voll hatten. Es gab Vanille-Eis mit warmen Beeren. Dass wir den ganzen Abend durch immer mal wieder ein Lied zum Besten gaben, ist ja wohl klar. Schweizerdeutsche Jodellieder in Deutschland… tja, wenigstens verstanden sie den Schwandhötte-Jutz 😉… welcher von Gaby liebevoll eine Namensänderung erhielt – welche wir hier nicht notieren sollten.
Ein Riesengaudi hatten die Sänger und Sängerinnen anschliessend auch beim Bullenreiten in der Eventscheune. Der DJ und Barkeeper hatte diesen Bullen im Griff – und wir auch. Man könnte meinen, der sei im Takt bockig…
Auch beim Töggeli-Kasten versuchten wir unser Glück – die einen hatten‘s zuerst, die anderen danach… Mit Können hatte es warscheinlich eher nicht viel zu tun.
Natürlich gingen alle früh ins Bett, denn es war wohl jedem klar, dass der Hahn (oder wohl sämtliche Hähne der Region) früh für Tagwache sorgen würden. Und tatsächlich hörten wir die ersten Tiergeräusche um 03.30 Uhr.


Nach dem ausgiebigen Frühstück mit einem Buffet, das nichts zu wünschen übrig liess, ging die Reise wieder heimwärts. Wir freuten uns auf Erika, welche wir in Schaffhausen am Bahnhof um punkt 10.13 Uhr auf Gleis 4 mit einem Ständli abholen wollten. Wir waren da, das Ständli auch, und der Zug ebenso. So fuhr dieser ein, wir jodelten das „“Aelpli“ – nur eines fehlte: Erika. Der Zug fuhr wieder ab. Zum Glück gab es ein paar dankbare Zuhörer – die sich wohl heute noch fragen, was wir da auf dem Perron eigentlich wollten. Nun, dank mobiler Technologie fand dann Erika doch noch zu uns oder wir zu ihr. Treppen Ab- und Aufgänge sind ja schliesslich zum Benützen da. Nach einem herzlichen Willkomm und doch noch einem Lied zur Begrüssung ging die Reise dann weiter.
Dass auch auf diesem Weg Strassensperrungen, Sackgassen und Umleitungen das zügige Reisen erschwerten, erhitzten die Gemüter des Beifahrers (merkwürdigerweise gab’s dies nur, wenn Markus vorne sass 😊). Der professionelle Chauffeur „Bieri vom Rain“ liess sich durch nichts aus der Ruhe bringen – auch nicht von den „berühmten drei Worten“ von Beifahrer Markus, welche wir auch hier nicht wiederholen sollten.
Die (spöttischen, aber dennoch liebgemeinten) Kommentare aus den hinteren Reihen liessen natürlich nicht lange auf sich warten, als der Bus dann wieder mal wenden musste.
Kaum weitergefahren, stoppte der Bus und hielt am Strassenrand. Sind wir schon da? „Alles Aussteigen“ hiess es da! Etwas zögerlich und ungläubig stehen dann nach erneuter Aufforderung doch alle draussen neben dem Bus. Ausser Markus und Dani, welche wieder einstigen – wie konnte es anders sein, sie liessen uns genau dort stehen. Tja, das hatten wir wohl verdient! Wir mussten alle Lachen über diese Aktion und durften kurz darauf wieder einsteigen. Was würden sie ja wohl ohne uns machen 😊.
Wir hatten unsere Lektion gelernt – fürs Erste 😊.


Was wäre eine Räbbärg-Chörli-Reise ohne Besuch eines Weingutes? Das Schaffhauser Blauburgunderland ist doch prädestiniert dafür und lädt mit seinen bekannten Weinbergen zum Degustieren und Verweilen ein. So durften wir in Wilchingen beim Weingut von Markus und Silvia Gysel „Gysel Weine vom Haumesser“ eine eindrückliche Degustation geniessen. Natürlich gaben wir auch ihnen zu Ehren ein Ständli vor dem Weinkeller. Und schon gings weiter in Richtung Zentralschweiz.


Ein letzter Halt und ein letzter Jutz gabs im Restaurant auf dem Niesenberg bei Kallern. Mit einem feinen Dessert, gesponsert von Markus, seiner Familie und Geschwister (herzlichen Dank nochmals), ging diese spannende, erlebnisreiche Jubiläums-Reise in froher Runde zu Ende.
Gesund, wohlauf und vollzählig kamen wir wieder zurück nach Kaltbach in den Falläsch.

Ganz herzlichen Dank an unseren Fahrer Dani, der uns souverän durch diese zwei Tage chauffierte. Ebenso dem Eventteam ein Applaus und ein Zigi Zagi für diese wunderbare Überraschungs-Jubiläums-Reise. Top organisiert und doch Platz für viel Spontanität! Genau richtig, um die Seele echli lo bambäle loh…